Es werde Licht, egal ob Steckdose oder nicht.

 

Heut testen wir alles was Licht macht – und dafür keine Steckdose braucht! Es gibt genügend Energiequellen in unserem direkten Umfeld (Sonnenlicht, Hitze…), warum sollten wir sie nicht nützen?

4 Produkte sind am Start:

Um den vier Auserwählten auf den Zahn zu fühlen, haben wir uns einen gemütlichen Abend gemacht und ausführlich getestet. Die Preisfragen: Wie sieht’s mit der Leuchtkraft aus? Wie lang leuchtet das Ding? Dranbleiben!

 

Biolite Nanogrid

Noch nie was davon gehört? Verschaff Dir hier einen Überblick über diesen praktischen Burschen.

Das Nanogrid ist Dein treuer Outdoorgefährte und liefert Licht und Strom, je nachdem was Du grad dringender brauchst. Mit dem integrierten Akku kannst Du es immer wieder aufladen, per USB und Steckdose oder – das gefällt uns am besten – mit dem Biolite Campstove, unserem Outdoorhelden: Mithilfe eines thermoelektrischen Generators wandelt er Hitze in Strom für das Nanogrid um!

Das Nanogrid besteht aus dem Powerlight (= Taschenlampe oder Laterne oder beides gleichzeitig) plus USB-Ladekabel und den zwei Sitelights. Die können jeweils bis zu 3 Meter voneinander aufgehängt werden und so als Lichtgirlanden oder Minischeinwerfer verwendet werden. Gemütliche Stimmung garantiert!

Es verwendet übrigens dieselbe Batterietechnik wie Tesla, spendet also ordentlich Saft.

 

Wie sieht’s mit der Leuchtkraft aus?

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Wir stecken einfach mal alles zusammen und erhalten so eine 3-teilige Lichtergirlande. Die Leuchtkraft ist zufriedenstellend. Damit Du dir das besser vorstellen kannst, haben wir einen Vergleich angestellt: Stehlampe (40 Watt Halogenreflektorlampe) VS Schreibtischlampe (40 Watt Glühbirne) VS Nanogrid (Laterne und 2 Sitelights, von links nach rechts)

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Das kann sich sehen lassen!

 

Und die Taschenlampe?

Mit 250 Lumen ist die Taschenlampe die stärkste Lampe des Nanogrids (Laterne – 200 lm, Sitelights – 150 lm). Eine klassische 40 W Glühbirne weist ca. 400 lm auf, strahlt diese aber in alle Richtungen ab. Die Taschenlampe konzentriert ihre Leistung auf ein viel kleineres Feld und erhellt dieses umso stärker.

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Usability – Laterne

Wahrlich erstaunt hat uns die Vielseitigkeit des Nanogrids und das funktionale Design.

Die Laterne hat einen praktischen Haken, die Neigung der Laterne lässt sich gut einstellen und fixieren. So kann das Powerlight akkurat z.B. als stationäre Zeltplatzbeleuchtung eingesetzt werden.

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Usability – Siteligths

Einfach verblüffend, wie die Hersteller das gelöst haben. Und so simpel!

Die Rede ist vom Stromkabel, das gleichzeitig als Hängevorrichtung dient. Pro Sitelight stehen 3 Meter zur Verfügung, die jeweils über einen stabilen Miniklinkenstecker mit dem zweiten Sitelight bzw. mit der Laterne verbunden werden.

Willst du die Hängevorrichtung etwas verkürzen, verlängern oder komplett verstauen? Einfach auf-/abwickeln, ganz easy!

Wenn Du die gewünschte Länge erreicht hast, fixierst Du das Sitelight, indem Du die Leine an seiner Oberseite einzwickst. Dabei stehen Dir drei verschiedene Neigungswinkel zur Auswahl. Die verschiedenen Fixierungsmöglichkeiten sowie die korrespondierenden Neigungswinkel sind auf folgenden Fotos zu sehen:

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Um die Hängeposition des Sitelights zu fixieren, klippst Du einfach die Leinen mit dem gelben Befestigungsstück aus Plastik zusammen.

Ebenso raffiniert gestaltet sich die Verstauung: Du wickelst die Leinen ein und setzt die Sitelights wie die beiden Hälften einer Kugel zusammen. Zwei Minimagnete halten alles zusammen und die Leuchten sind vor äußeren Einwirkungen gut geschützt.

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Wann geht der Saft aus? – Das Nanogrid als Stromquelle

Im Test als Stromquelle hat das Nanogrid schlechter abgeschnitten als vom Hersteller versprochen. Der volle Akku konnte ein Samsung Galaxy S3 in 2 Stunden von 26% auf 100% laden und versorgte anschließend ein iPhone 4 mit 6%, bevor der Akku zu schwach war, um weiterzuladen. Danach war jedoch noch reichlich Saft übrig, der in Form von Licht aufgebraucht werden konnte: Die Laterne brannte daraufhin noch ca. 12 Stunden.

 

Fazit

Ein erstaunlich cooles Outdoor-Set mit Handyladefunktion und anderen Alltagshelfern. Strom und Licht überall, jederzeit. Auch wenn die wahren Akkukapazitäten nicht ganz an die Herstellerangaben herankommen, erfüllt das Nanogrid gute Dienste und macht vor allem Spaß. Die verschiedenen Modi der Leuchten und die Möglichkeit, den Akku einfach mittels Biolite Campstove zu laden, haben uns besonders überzeugt. Top!

 

 

Biolite Flexlight

Das Flexlight ist eine kleine, flexible Lampe, die per USB mit Strom versorgt wird. Sie macht sich super als Add On zum bereits erwähnten Campstove oder als Accessoire für Deinen Laptop.

Auf den ersten Blick recht unscheinbar, überrascht das Flexlight beim Gebrauch: Die Lichtintensität ist stattlich und kann per Touchfunktion (sehr fancy) stufenlos geregelt werden!

Wir haben das Teil einfach mal mit dem Powerlight des Nanogrid verbunden und gesehen, was es drauf hat.

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Fazit

Leuchtet gut und hell, der verstellbare Hals hält die gewünschte Krümmung und noch dazu sieht das Ganze nicht schlecht aus. Ein kleiner Kritikpunkt betrifft den Sensor des Dimm-Buttons: Er reagiert zwar, aber nicht immer und nicht sofort. USB-Verbindung lösen und wieder einstecken löst das Problem, schon geht’s wieder!

 

Sonnenglas 

Ein Marmeladeglas mit Teelicht ist nix Neues. Das Sonnenglas bringt das ganze auf’s nächste Level! Mittels Photovoltaik fängt es Sonnenenergie ein, speichert sie in einem Akku und versorgt damit 4 LED-Leuchten.

Erste Funktion: Licht! Diese LED-Leuchten erhellen den Inhalt des Glases, oder es dient Dir als Laterne. Zweite Funktion: Aufbewahrung, und das luftdicht! Verlässliches Depot für Wuzelpapier und Briefmarken. Und die Dritte: Deko. Sieht doch fein aus! Nähere Infos findest Du hier.

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Wir nehmen das Sonnenglas aus der Verpackung und machen es zum ersten Mal an. Verblüffend: Ohne Extra-Ladung liefert es 6 Stunden lang Licht!

Zum Laden in die Sonne gestellt, stellen wir uns eine Frage: Woher wissen wir denn, wann der Akku voll ist? Kein Ladebalken, kein kleines Lamperl, nur die Herstellerinformation, dass der Ladevorgang

  • bei Sonnenschein 6-10 h und
  • bei Bewölkung 12+h beträgt.

Wir vertrauen auf unsere Intuition und holen das Sonnenglas nach 10 h wieder ins Haus. Größtenteils Sonnenschein.

In geladenem Zustand spendet das Sonnenglas angeblich bis zu 12 h lang Licht. Stimmt das?

Wir verbinden die Kontaktstellen unseres Freundchens und voilá, schon erhellt sich das Innere des Glases. Nach ca. 10 h erlischt es. Der Hersteller hält sein Versprechen also nicht zu 100 %, aber unserer Meinung nach gilt trotzdem: Tolle Leistung!

Fazit

Ein feiner Begleiter mit vielerlei Funktionen, noch dazu ein Fair Trade Produkt aus Südafrika, in Handarbeit aus regionalen Rohstoffen produziert und recyclebar. Glas ist zwar nach wie vor zerbrechlich, doch auf unser Sonnenglas gibt man doch sicherlich gern ein wenig mehr Acht.

 

Joi Light

Das Joi Light ist im Grunde eine simple LED-Lampe. Das Besondere daran ist, das die notwendige Energie von einem Teelicht kommt. Hättest Du nicht vermutet, hm? Wir auch nicht. Details und wie’s genau funktioniert, erfährst Du hier!

Bevor wir es anfassen, zieht das Design der Lampe unsere Aufmerksamkeit auf sich. Etwas plump und sperrig, aber auch irgendwie wieder charmant puristisch. Das Joi Light verfügt über eine faszinierende Technologie, punktet also mit inneren Werten: Umwandlung von Hitze in Strom mittels thermoelektrischem Generator.

Dazu setzt Du einfach ein Teelicht in die dafür vorgesehene Öffnung und zündest es an. Die Flamme gibt Energie an den Generator ab, der wiederum als Stromquelle dient. Nach ungefähr einer Minute beginnen die 8 LED-Lampen zu leuchten, und zwar bis zu 4 Stunden lang. Ob drinnen oder draußen ist egal, das Teelicht ruht in seinem Kämmerchen und ist gut windgeschützt.

Die 8 LED-Lampen sitzen auf zwei Teleskopstangen – ausfahrbar, einfahrbar, schwenkbar, wunderbar. Lichteinstellung ganz einfach und vielseitg ermöglicht.

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Nicht schrecken

Ab und zu kann’s sein, dass Du erschrickst. Wenn nämlich der thermoelektrische Generator überhitzt, aktiviert sich ein Mechanismus, der die weitere Energieübertragung unterbindet. Das macht ein lautes „Knack“! Dasselbe Geräusch ertönt, wenn der Generator abkühlt und die Energie wieder fließen kann. Gewöhnungsbedürftig. Die Kerze brennt unterdessen unbeeindruckt weiter.

Doch warum überhitzt da eigentlich etwas? Zu große Flamme! Um das zu verhindern stell sicher, dass der Docht ca. 6 mm hat, dann schaltet sich der Thermoschutz nicht ein.

Auch wenn der Docht zu kurz ist, läuft’s nicht optimal: Zu wenig Saft. Also, am besten immer ein neues Teelicht verwenden (Alte Teelichter, also welche, die bereits gebrannt und danach wieder ausgekühlt haben, brennen meist nur noch mit kleiner Flamme).

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Kamera Standard                                    Kamera in Nachtmodus

 

Die LED Lampen sind kaltweiß um möglichst viel Licht zu geben, das Farbspektrum des Lichtes ist also nicht das Romantischste. Leuten, die Stimmung suchen, raten wir ein wenig DIY! Einfach eine passende Folie oder buntes Transparentpapier nehmen und damit die LED-Lampen verdecken, schon entsteht eine neue Atmosphäre!

Kleiner Tipp: Wenn Du das Teelicht anzündest und in die Kammer schiebst, warte nicht zu lange bis Du die Klappe schließt. Bei offener Klappe ist die Flamme dem Generator näher als bei Geschlossener und erhitzt diesen schneller, wodurch sich bald darauf der Thermoschutz lauthals meldet.

Fazit

Fast schon spektakulär, dass ein Teelicht als Stromquelle so lang so viel Licht gibt! Das Ding spendet genug Licht, um zu lesen, zu kochen, etc. und macht dazu auch noch greifbar, wie viel Energie in einem einzigen Teelicht steckt. Angesichts dessen verzeihen wir das etwas wuchtige Design und empfehlen es wärmstens weiter.

 

AutorIn

Das Wohnwagon-Team

berichtet über seine Erfahrungen und gibt dir Tipps & Tricks für Deinen Weg zur Autarkie

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