Daniel und sein Wohnwagon

 

 

Autarkie am  Tegernsee!

Wohnwagon Nummer 10 steht am schönen Tegernsee. „Max“ – so hat sein neuer Besitzer ihn getauft – ist eine kleine Version mit Bremsanlage, die immer wieder Platz wechselt. Und natürlich: Voll autark! Der kleine Wagen steht als Hotelzimmer an immer neuen Standorten und sorgt für inspirierende Wohnerlebnisse in malerischer Bergkulisse. Direkt kitschig!

 

Klein – aber oho! Volle Autarkie im Keller!

Mit seinen 6m Länge ist der Wohnwagon „Max“ ja eher klein, im doppelten Boden ist dennoch die gesamte Autarkie-Technik verstaut, da steht er seinen größeren Geschwistern um nichts nach! Die Photovoltaik-Anlage erzeugt über 6 Hochleistungspanele den Strom für den Wagen, der in einem großen Batteriespeicher mit 6 kWh gespeichert wird. Lithium-Ionen Batterien made in Germany wurden hier verbaut, die mit einer Lebensdauer von bis zu 20 Jahren zu den besten am Markt gehören.

 

Wärme und Warmwasser werden über Sonne und Holz erzeugt. Die Überschüsse der Photovoltaik-Anlage wärmen das Warmwasser. Reicht die Sonne nicht als Energiequelle, kann der wassergeführte Holzofen eingeheizt werden. Das probiert Daniel in der lauen Frühlingsnacht nach der gemeinsamen Aufstellung gleich mal aus und sieheda! Die Temperaturanzeige im Warmwasserspeicher steigt sofort und schon steht warmes Wasser zum Duschen bereit! Das feiern wir gleich mal mit einer zünftigen Bayrischen Jause im Braustüberl.

 

 

Spannend war aber vor allem der Blick auf’s Thermometer am Morgen danach. Durch unser kombiniertes Speichersystem mit Boiler- und Puffer wird die Wärme so bevorratet, dass man in der Nacht mit der Wärme im Pufferspeicher heizen kann und in der Früh immer noch warmes Wasser zum Duschen zur Verfügung hat. „Das grenzt ja schon an Luxus“, meint Daniel – wir finden es gehört zum Wohnkomfort einfach dazu!

 

There is an app for that! Ein bisschen Smart Home gehört dazu

Wir sind ja keine Super-Smart-Home-Fans, aber ein bisschen Steuerung dort wo es Sinn macht darf schon sein! Mit zwei Apps für Heizungs-System  und Photovoltaik-System steuert Daniel die Heizung und einige Verbraucher von der Ferne und hat Energieverbrauch und –produktion immer im Blick. Als kleiner Gag lassen sich über das App auch die Lichtschalter steuern. Und noch ein Bonus: Wir können über diese Steuerung auch Wartungsarbeiten von der Ferne durchführen!

 

 

Und was ist mit Wasser und Kanal?

Das Tiny House am Tegernsee hat natürlich wie alle unsere Wohnwagons eine Bio-Toilette. Das Trocken-Trenn-System funktioniert ohne Wasser-  und Kanalanschluss und sorgt für eine Kompostierung der Nährstoffe zur Rückführung in den natürlichen Kreislauf. Das restliche, nur leicht verschmutzte Abwasser das von Dusche und Abwasch im Wagen anfällt wird über die Grünkläranlage am Dach des Wagens gereinigt. Die Ladies sind nach dem Winter noch nicht zu ihrer ganzen Kraft gekommen, in den nächsten Wochen geben sie aber ordentlich Gas, dann wird das Dach zur grünen Bienenweide. Das Frischwasser kommt im Hotelbetrieb von außen und wird über den hochwertigen Edelstahl-Trinkwassertank immer wieder aufgefüllt.

 

 

Der Grundriss – klein aber fein!

Der Wagen ist in diesem Fall natürlich für den Hotelbetrieb optimiert. Es gibt Stauraum für Kleidung & co, aber in sehr reduzierter Form. Für den Esstisch haben wir uns hier was besonderes einfallen lassen: Der kleine Tisch ist direkt im Küchenkästchen integriert und verschwindet dort einfach wieder, wenn man ihn nicht braucht. Fesche Hocker passend zum Altholzboden stehen daneben bereit – alles da für die gemütliche Kaffeejause mit Blick in die Berge!

 

 

Muss I denn muss I denn…

Alles nochmal durchgetestet, Einschulung erledigt – tja, jetzt müssen wir den Wagen wohl ganz seinem neuen Besitzer überlassen! Auch wenn wir uns immer nur schwer trennen können – wir freuen uns schon auf die Erfahrungsberichte und Autarkie-Erlebnisse vom Tegernsee!

 

Theresa, Stefan & das Wohnwagon-Team

 

 

PS: Finanzierung – mal anders gedacht!

Noch eine Idee zur Vermietung über Airbnb wie sie Daniel betreibt: Das ist natürlich auch eine spannende Möglichkeit der Finanzierung! Wenn man die Möglichkeit hat, kann man den Wohnwagon einige Jahre über die Plattform als Ferienhaus vermieten und sich so den eigenen Wagen finanzieren. Wenn man Glück hat lässt sich dafür sogar eine Zusammenarbeit mit der Tourismus- oder Regionalförderung auf die Beine stellen. Why not? Dream big! Live small.

 

 

foto-theresa

Theresa Steininger

von Wohnwagon – berichtet über ihre Erfahrungen ein und plaudert aus dem Nähkästchen drauf los. So ist es.